REISE     ÜBER MICH     PROJEKTE UND AKTIONEN     MEIN POLEN     KONTAKT     MEDIEN ÜBER MICH     LINKS     PHOTOS    

  Über mich







Maciej Pastwa
foto. M. Pastwa          




    Schon als Kind verriet ich die Tendenz zur Herumstreicherei, weil es unmöglich für mich war, an einem Ort ruhig zu bleiben. Als 12-jähriger Junge bummelte ich allein durch Moskau, und zwei Jahre später durch Budapest. Nach der Absolvierung der Grundschule bekam ich von den Eltern 2 Tausend Zloty (PLN) und kaufte mir einen himmelblauen Rucksack mit Aluminiumtraggestell – damals war es ein Traum. Von dem Zeitpunkt an hat mein Abenteuer mit Reisen, oft per Anhalter, angefangen.
Alle meinen Ausflüge waren unter anderem deshalb möglich, weil die Natur mich mit tollem Orientierungssinn beschenkt hat. Bis heute brauche ich keine Stadtpläne, auch wenn ich irgendwelche Stadt zum ersten Mal besuche, und ihren Stadtplan nie zuvor gesehen habe. So ein tierischer Instinkt, den man heutzutage durch GPS zu ersetzen versucht.1986 bin ich ausgewandert. Zunächst bin ich nach Griechenland gefahren, wo ich 18 Monate verbrachte, und dann, im Jahre 1988 ließ ich mich in Kanada nieder. Dort habe ich mit langen Reisen angefangen: mit dem Auto in den USA und Kanada, und dann per Anhalter in Europa. 1991 bin ich zurück nach Polen gekommen.

Bis jetzt verbrachte ich insgesamt einige Jahre auf Reisen. Ich habe per Anhalter ca. 60.000 km durchgefahren, davon 24.000 km in Australien, 4.000 km in Neuseeland und die übrigen über 30.000 km in Europa, wo ich außer dem neu entstandenen Staat Kosowo alle Länder besucht habe. Auf den 6 Kontinenten habe ich 86 Länder besichtigt. Ich meide auch nicht das Gebirge, obwohl ich seit Jahren gegen meine Höhenangst kämpfe, die ich nach wie vor zu überwinden versuche. Und so habe ich 11 höchste Berge in verschiedenen Ländern bestiegen. In Europa habe ich den höchsten Berg des Kontinents Mont Blanc erobert (4810 ü.d.M.), in Australien den Ko¶ciuszko Berg (2228 ü.d.M.), und in Südamerika unter anderen den Aconcagua (6962 ü.d.M.) - den höchsten Gipfel in Argentina und überhaupt in Südamerika, der zu der sogenannten Weltkrone gehört.

Während meiner Reisen haben mich oft nahestehende Freunde begleitet. Jedoch meistens reiste ich allein durch die Welt. Allerdings treffe ich ständig tolle Leute unterwegs, mit denen ich viele unvergeßliche Stunden, Tage und Abenteuer erlebt habe. Darunter gab es hunderte, die mir Vertrauen schenkten, die mich von dem Weg mit eigenem Auto mitnahmen, und auch oft Übernachtung angeboten haben. Dafür bleibe ich ihnen allen immer dankbar. Bei der Gelegenheit möchte ich meine Eltern erwähnen, die mich immer in den Expeditionen unterstützen. Vor allem dank Ihnen konnte ich die Welt besichtigen. Das werde ich nie vergessen. Vielen, vielen Dank.

Liebe Leser, vielleicht träumt ihr von solchem Schicksal? Doch bitte glaubt nicht, daß es so toll ist, ein Reisender zu sein. Ryszard Kapusciñski schrieb in seinem Buch „Die Reisen mit Herodot”: „Es gibt ja so was, wie eine Reisenansteckung und es ist im Grunde genommen eine unheilbare Krankheit”. Und ich stimme mit seiner Ansicht völlig überein. Alles hat seinen Preis. Es wird mir also nie gegeben sein, eine Familie zu gründen. Der Aufenthalt zu Hause nach der Rückkehr von einer Reise bringt mir zuerst Glück und Hochstimmung, dann aber kommt eine Zeit, dass ich Probleme habe, die Welt um mich herum zu verstehen. Dazu kommen Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen (auch in kleinsten Angelegenheiten), dann Unwohlsein, und zum Schluss Depression. Das ist der Preis, den ich für das ständige Fernweh zahlen muss.

Ich möchte noch ein paar Worte über mich hinfügen. Sechs Jahre habe ich Yoga geübt. Seit 19 Jahren bin ich Vegetarier, und seit 2001 faste ich einmal in der Woche. Vier Jahre später habe ich einen Schweigetag dazu gelegt. So bin ich sonntags kein guter Gesprächspartner und keiner, mit dem man gemeinsames Essen genießen könnte. Ausserdem habe ich in den letzten Jahren einige eigenartige Ideen realisiert. Manche von ihnen habe ich in dem Teil „Projekte” genauer beschrieben.

Am 5. Dezember 2011 in Mao am StrandSahel in Tschad heiratete ich Ania Matuszyñska. 3 Tage später begannen unsere verrückten Flitterwochen mit dem Motorrad von Tschad nach Poznañ, die 6 Monate dauerten. In dieser Zeit legten wir 26 000 Km zurück. Nach 2 Monaten in Polen ging unsere Ehe wegen unerwarteten Probleme in Anias Familie leider in die Brüche.

Ich lade alle Leser in meiner Galerie ein, wo man selten lange Beschreibungen finden kann, da das Schreiben- in Gegensatz zum Sprechen- meine Achillesferse ist.

Viele Grusse aus der Strecke!!!           

Maciej Pastwa           

Buenos Aires, 1 April 2010           



Mein Lebensmotto:
Lebe so als nur Positives, bloss das ist dir nicht bewusst.
Du musst dich abnabeln, bevor du untergehst.
Die Furcht verschwindet wenn du die Wahrnimmst.
Furchte deinen Tot nicht, du wirst dir dessen nie bewusst sein,
http://www.youtube.com/watch?v=wkMBOAtboN8



*der Stand der Lander gültig fur Juni 2012

**Der Text im Sommer 2012 hinzufügt


linia

Copyright © Maciej Pastwa  2012